Leipzig Open 2018

Von Axel Böger

Am 5. Mai wurden die Leipzig Open vom Karateverein Bushido Leipzig e.V. in der Leipzig
Arena/Dreifelder-Halle ausgetragen. Gekämpft wurde hier auf 6 Tatamis. Mit den ca. 600
Teilnehmern aus insgesamt 17 Nationen war das Turnier international sehr hochwertig
besetzt. Unsere jungen Athleten waren hochmotiviert und pünktlich gegen 9.00 Uhr wurde
mit den Kata-Wettkämpfen gestartet. Dabei sind wir an die eigenen Grenzen gestoßen, bis auf
Rafael Langhammer sind alle in der ersten Runde ausgeschieden. In der zweiten Runde wurde
Rafael von einem starken Gegner der Nationalauswahl der Malta Karate Ferderation
bezwungen. Besonders schade war es für Nelly Schröder, trotz sehr guter Trainingsleistungen
verlief sie sich in ihrer Kata und schied vorzeitig aus.
Im Kumite machte den Anfang wieder Rafael und konnte mit soliden Fausttechniken einen
2:0 Punktestand einfahren, leider verlor er die folgenden Kämpfe und erreichte den 7. Platz in
der Kategorie U 12 + 38 kg. Simon Böger musste ebenfalls in der gleichen Kategorie antreten
und gewann seinen ersten Kampf mit 2:0, den zweiten Kampf mit 2:1, verlor den dritten
Kampf mit 0:1 und gewann den vierten Kampf durch Entscheidung der Schiedsrichter mit
5:0. Erwähnenswert wäre noch, dass aufgrund der zahlreich gemeldeten Teilnehmer in dieser
Kategorie in 4 Pools die Wertungen ausgekämpft wurden. Simon hat sich am Ende den 3.
Platz und eine Bronzemedaille gesichert.
Jocelien Bauer startete in der Klasse U 12 + 36 kg gegen eine Gegnerin vom KSC Asahi
Spremberg e.V., gewann ebenfalls souverän mit 2:0, unterlag in einem sehr harten
Folgekampf jedoch mit 0:2 und schied aus dem Turnier aus. In der Klasse U 10 + 35 kg gab
es für Maxim Dirschka einen gelungen Auftaktsieg mit 4:0. In den folgenden zwei Kämpfen
musste Maxim sich dennoch geschlagen geben, sicherlich lag das auch ein wenig an der
eigenen Aufregung. Mit einem 5. Platz trotzdem ein zufriedenstellendes Ergebnis für seinen
ersten „großen“ Wettkampf.
Im Hinblick auf die Vorbereitung war das Turnier für die Sportler und deren Trainer Mandy
Napierai und Axel Böger eine gute Möglichkeit, den Leistungsstand abzugleichen. Hier noch
einmal Herzlichen Glückwunsch an alle und ein großes Lob für das profihafte und
disziplinierte Verhalten beim Wettkampf.

Kumite-Nachwuchs: Training in Spremberg

Vereinskooperationen bieten häufig viele Vorzüge für die beteiligten Vereine und v.a. für
ihre Mitglieder. Selbst wenn Einzelpersonen oder Mannschaften der betreffenden Vereine
ggf. im Turnier/Wettkampfbetrieb gegeneinander antreten, können abseits der Tatami
Matten vereinsübergreifend Freundschaften geschlossen werden. Die Zusammenarbeit
zwischen den Athleten des BSG Stahl Eisenhüttenstadt e.V., KSC Asahi Spremberg e.V.
und dem SC Karate Bestensee e.V. im Kumite ist nicht mehr wegzudenken. Top
eingespielt veranstalteten wir zusammen bereits zum wiederholten Mal am vergangenen
Samstag, 21.04.2018, eine gemeinsame Kumite-Trainingseinheit, beginnend in diesem Jahr in der
Sporthalle Haidemühl in Spremberg. Eine sehr gute Gelegenheit für die jungen Sportler,
sich gegenseitig und den jeweiligen Trainingsstand der Anderen besser kennenzulernen.
Gegen 10.00 Uhr startete das Event, Trainerin Angie Scherzberg (KSC Asahi) begann mit
der Erwärmung und es folgten im Anschluss gleich die ersten Mawashi- und
Uramawashi-Geri Techniken. Gemeinsam mit den Trainern Stanley Schulze (BSG Stahl)
und Axel Böger (SC Karate) wurde die Gruppe dann nach Leistungsstand aufgeteilt. Die
„erfahrenere“ Gruppe trainierte unter der Leitung von Stanley beispielsweise die
Fähigkeit, schnelle Fauststoß- und Fußtechniken in verschiedene Richtungen gegen
mehrere Gegner zu platzieren, die Nachwuchsgruppe übte sich in
Standardkombinationen. Nach einer 30-minütigen Erholungspause, um die Batterien
wieder aufzuladen, folgte noch eine Technikeinheit. Den Abschluss bildeten Freikämpfe
unter den fachkundigen Augen der Hauptkampfrichterin Angie, die im Übrigen auch
offizielle Landesschiedsrichterin ist und den wechselnden Seitenkampfrichtern Stanley
und Axel. Das Besondere dabei war, dass die Kinder sich auch beim Coachen versuchen
konnten. Gegen 16.00 Uhr endete das Training.


Die Vereine bedanken sich bei dem Gastgeber KSC Asahi Spremberg e.V., insbesondere
bei Angie Scherzberg und ihrem Team für die Ausrichtung der Veranstaltung und dem
guten Catering. Die Planung für das nächste gemeinsame Training steht bereits, am
09.06.2018 in der Sporthalle Eisenhüttenstadt.

Zeltlager 2018

Auch in diesem Jahr findet wieder unser Zeltlager in Tiefensee statt. Das Zeltlager beginnt am Sonntag, den 05.08.2018 und endet am Samstag, den 11.08.2018. Dieses Zeltlager ist nicht nur für die aktiven Mitglieder, sondern auch für deren Familien gedacht. Also sind uns auch Eltern und Geschwister herzlich willkommen! Das Zeltlager wird, wie auch in den letzten Jahren, auf dem Campingplatz „Country Camping“ in Tiefensee stattfinden.

Veranstaltet wird das Zeltlager wie jedes Jahr durch unseren Partnerverein Makoto aus Dabendorf.

Weitere Informationen, sowie die Anmeldung sind hier zu finden.

13. Zwönitztalpokal in Sachsen am 17.03.2018

Am 17.03.2018 fand, wie jedes Jahr in Burkhardtsdorf bei Chemnitz, der nunmehr 13. Zwönitztalpokal statt. Aufgrund der erhöhten Zahl von Anmeldungen wurde die Teilnehmerzahl auf 650 Sportler begrenzt. So war eine ordnungsgemäße Turnierorganisation gewährleistet. Aus etwa 10 Nationen fanden sich Athleten ein. Und auch der SC Karate Bestensee e.V. war mit 3 Kämpfern vor Ort mit dabei.

Leider konnten krankheitsbedingt nicht alle nominierten Sportler aus Bestensee an diesem Event teilnehmen.

Den Beginn in der Disziplin Kata machten Rafael Langhammer (5. Kyu) und Simon Böger (5. Kyu) in der Klasse U 14. Aufgrund der 30 gemeldeten Starter wurde die Gruppe in zwei Pools aufgeteilt. Simon traf gleich in seinem ersten Kampf auf den späteren Turniersieger. Mit einer Heian Yondan verlor er gegen eine Jion mit 0:3. Im späteren Verlauf erreichte er die Trostrunde und siegte gegen seinen Kontrahenten vom Karatezentrum Borna mit 2:1 und in einem weiteren Kampf gegen seinen Gegner vom Selwakai East London aus England mit 3:0. Damit konnte er angesichts des recht hohen Niveaus dieses Turniers einen starken Sieg einfahren und erreichte den dritten Platz.

Nicht alle unsere Wettkämpfer konnten ihre Ziele erreichen. Rafael unterlag in seinem Kampf gegen seinen Gegner vom Bushido Leipzig mit 0:3. Doch bergen Niederlagen auf hochwertigen Turnieren wie dem Zwönitztalpokal auch die Chance, Erfahrungen zu sammeln, die zur Verbesserung des Trainings genutzt werden können.

Auch unser Turnierneuling Jocelien Bauer (6.Kyu) in der Altersklasse U 12, hat im ersten Kampf viel Pech gehabt und verlor mit 0:3 gegen ihre Gegnerin, der späteren Gewinnerin vom Bushido Beelitz. In ihrer Trostrunde kam sie mit ihrer Heian Nidan leider nicht über ein 1:2 hinaus.

Weiter ging es mit Kumite: Rafael und Simon mussten erstmalig in der Altersklasse U14, -44 kg antreten. Den Anfang machte wieder Simon. In seinem Kampf zeigte er eine gute Zuki-Technik und konnte so den ersten Punkt für sich verzeichnen. Sein Gegner holte sich mit einem Mawashi-Geri einen Wazari und damit den Sieg mit 2:1 gegen Simon.

Dagegen hatte Rafael es in dieser Altersklasse besonders schwer. Er stand einem bereits bekannten starken Kämpfer vom Funakoshi Karate Northeim gegenüber. Er präsentierte sich konzentriert, konnte jedoch keine eigenen Techniken platzieren und verlor mit 0:8. Leider fehlte hier die notwenige Erfahrung, das im Training erarbeitete Können dann im Kampf auch erfolgreich einsetzen zu können.

Rafael zeigte trotzdem eine couragierte Kampfweise. Erwähnenswert an dieser Stelle ist auch, dass sowohl Simons als auch Rafaels Gegner den 3.Platz in der Klasse erreichten.

Von Axel Böger

1. Rangliste in Spremberg am 03.03.2018

Am 3. März wurde das 1. Ranglisten-Turnier dieses Jahres vom Spremberger Karateverein KSC Asahi ausgerichtet. Gekämpft wurde hier auf zwei Tatamis (Wettkampfflächen). Mit vielen Teilnehmern war das Turnier sehr gut besetzt.

Der SC Karate Bestensee e.V. war wieder mit neun Jungen und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren in den Disziplinen Kata und Kumite am Start. Auf diesem Turnier, auf dem der Wettkampf-Nachwuchs der brandenburgischen Vereine an das Niveau der überregionalen Wettkämpfe herangeführt werden soll, zeigten sich unsere jungen Kämpfer in sehr guter Verfassung. Hochmotiviert und ehrgeizig gingen sie in den verschiedenen Kategorien und Altersklassen ihre Gegner an. Sie waren der Konkurrenz, die aus allen Teilen Brandenburgs angereist war, durchaus gewachsen.

Dem entsprechend erfolgreich war auch der Medaillensegen: Fast alle Bestenseer errangen einen Platz unter den ersten Dreien der verschiedenen Kategorien.

Jacob Elias und Maxim Dirschka (beide 7. Kyu) gelang es sogar in beiden Disziplinen, Kata und Kumite, Medaillen nach Hause zu tragen.

Insgesamt liest sich die Erfolgsliste sehr beeindruckend:

 Jakob Elias (U10, 7. Kyu): 2. Platz Kata und 2. Platz Kumite

 Nelly Schröder (U 12, 8. Kyu): 2. Platz Kata

 Sarah Schwalbach (U 12, 8. Kyu): 3. Platz Kata

 Leon Berbig (U 14, 8. Kyu): 3. Platz Kata

 Leon Landsberg (U 14, 8. Kyu): 3. Platz Kata

 Maxim Dirschka (U 12, 7. Kyu): 3. Platz Kata und 3. Platz Kumite

 Jocelien Bauer (U 12, 6. Kyu): 2. Platz Kumite

 Simon Böger (U 12, 5. Kyu): 2. Platz Kumite

 Len Streichan (U 14, 8. Kyu): 1. Platz Kata

Die Bestenseer Wettkampftrainer, Axel Böger (Kumite) und Mandy Napierai (Kata) waren dann auch beide sehr zufrieden: „Mit dem Auftreten unserer Athleten und den gezeigten Leistungen der noch jungen Sportler kann man sehr zufrieden sein und positiv in die Zukunft blicken.“ (Axel Böger). „Es ist wunderbar zu sehen, wenn das anstrengende Training zur Beherrschung der schwierigen Katas so viele Früchte trägt.“ (Mandy Napierai). Beide wurden in der Betreuung der Athleten durch die erst fünfzehnjährige Assistenztrainerin Anne Elias unterstützt. Dazu Mandy Napierai: „Ein unglaubliches Talent! Sie geht sehr überlegt und klug mit den Kindern um und kann sie spielerisch motivieren.“

Die drei Trainer freuen sich schon jetzt auf das nächste Ranglistenturnier Ende Juni in Beelitz.

Von Axel Böger

Von Hajime 初め bis Yame 止め!

Am 31.01.2018 stand in Groß Köris für die ersten bis achten Klassen „Karate“ auf dem Stundenplan der Grund- und Gesamtschule Schenkenland: Der SC Karate Bestensee e.V. war zu Besuch und die beiden Vereinstrainer Gert Krüger, 5. Dan, und Mandy Napierai, 1. Dan, führten die Schüler behutsam in die Grundlagen ein.

Der 31. Januar war für die Schule ein unvorhersehbar schwieriger Tag. Es waren nicht nur viele Schüler erkrankt, auch ein großer Teil der Lehrer war an diesem Tag krankheitsbedingt ausgefallen. Die vorhandenen Lehrer setzten alle Kräfte daran, den Unterricht durchzuführen und die erkrankten Kollegen zu vertreten.

Nach der ersten großen Pause kamen die ersten und zweiten Klassen zur 3. Stunde in die Turnhalle. Die Kinder waren neugierig und erwartungsvoll und Gert Krüger und Mandy Napierai begannen, sich den Schülern erst einmal vorzustellen und mit ihnen das Grußzeremoniell des Karate einzuüben. Für die Schüler war es ungewohnt, Grußformeln auf Japanisch zu sprechen und auf Knien sitzend sich mit einer Verbeugung zu begrüßen. Aber sie hatten erkennbar Spaß daran.

Nach einer Erwärmungsrunde ging es daran, den Schülern zu zeigen, wie man möglichst fest auf dem Boden steht um sich nicht so leicht wegschieben zu lassen. Mit sicherem Stand ging es dann in die ersten beiden Grundübungen, einem Fußtritt und einem Fauststoß. Auf den ersten Blick sieht so etwas leicht aus, doch merkten die Schüler schnell, dass die Koordination der Arme und Beine nicht ohne Übung hinzubekommen war. Das waren dann die Momente, in denen bei dem einen oder der anderen der Ehrgeiz erwachte. Dass auch die Zählungen zu den Übungen auf Japanisch gesprochen wurden und am Ende eines Laufs der zum Karate gehörende Kampfschrei, der „Kiai“, von allen gemeinsam ausgestoßen wurde, schien die Begeisterung der Schüler noch zu steigern.

Was bei den unteren Klassen noch ausgesprochen spielerisch anmutete, bekam in der zweiten Runde mit den Schülern der dritten und vierten Klassen schon etwas mehr Ernsthaftigkeit. Die von den Trainern geforderte Konzentration und die Anforderungen, die Körperkoordination wie verlangt auszuführen, lagen altersangemessen etwas höher. Die Schüler begannen eine Übung erst auf das Kommando des Trainers hin: „Hajime“ (初め = Anfangen!). Ebenso war das Übungsende erst dann gegeben, wenn der Trainer das Kommando gab: „Yame“ (止め = Beenden!). Aber auch diese Schüler waren schnell entflammt und hatten sichtbar Freude daran, die Übungen zu absolvieren.

Die größte Gruppe bestand aus Schülern der 5. bis 8. Klassen, die nach der großen Mittagspause zur fünften Stunde in die Halle kamen. Trotz der Altersspanne gelang es dem routinierten und erfahrenen Trainer Gert Krüger mit der Unterstützung seiner Assistentin Mandy Napierai, die Aufmerksamkeit und Konzentration der Schüler über die gesamte Einheit auf hohem Niveau zu halten. In diesen Altersgruppen wird die Neigung zur Egozentrik gelegentlich zu Lasten der erforderlichen Disziplin gepflegt. Nicht so in unserem Fall: Alle waren bei der Sache und motiviert.

Am Ende einer jeden Stunde erhielt jeder Schüler eine Urkunde, auf der seine Teilnahme an der Stunde bestätigt wurde, und einen Prospekt mit der Beschreibung der Übungen, die zuvor im Unterricht ausgeführt wurden. Dazu gab es auch einen Bogen mit einigen der im Karate gebräuchlichen Begriffe, Übersetzung und japanische Schriftzeichen inbegriffen.

one more step

Einige Karateka des SC Karate Bestensee traten am 25. Januar an, um sich ihrer nächsten Graduierungsprüfung zu stellen. Prüfer Frank Isselborg (3. DAN) und Beisitzer Ron Wolff (4. DAN) nahmen die Prüfungen ab.

Grundlegende Techniken und Bewegungsabläufe der Unter- und Mittelstufe wurden abgerufen. Alle konnten ihre zuvor, im Wochen andauernden, anstrengenden und zeitlich späten Donnerstagstraining erworbenen Fähigkeiten sehr gut umsetzen. Die Prüfung zum 8. Kyu (gelber Gürtel) bestanden Sarah Schwalbach und Nelly Schröder, die zum 7. Kyu (oranger Gürtel) Maxim Dirschka, die zum 6. Kyu (grüner Gürtel) Pascal Gaurich und Joceline Bauer und den 5. Kyu erlangten Rafael Langhammer und Simon Böger. Gleichzeitig sind mit den bestandenen Prüfungen die Erwartungen verbunden, sich weiterhin zu verbessern. Prüfer Frank Isselborg war mit den Leistungen sehr zufrieden und hat den Karateka mit seiner ruhigen Art während der Prüfung die Nervosität nehmen können. Dank des regelmäßigen Trainings der Koordination und Konzentration in den vorangegangenen Wochen haben die Sieben eine weitere Hürde im Karate-Do gemeistert.

Herzlichen Glückwunsch an alle Prüflinge!

Axel Böger, Trainer SC Karate Bestensee

Kata-Kader: Training in Hoppegarten

Von W. Strauß und B. Zenz

Am 27.01.2018 war der 2. diesjährige Trainingstag des KDB Kata-Kaders in Hoppegarten. Nicole Springer, die neue Kata-Landestrainerin, versammelte die Kadermitglieder zum Aufbautraining in den Räumen des SC Dynamo Hoppegarten e.V., in denen nun der neue Karate-Landesstützpunkt angesiedelt ist. Damit haben die Hoppegartener nunmehr zwei Landesstützpunkte in ihren Räumen: Karate und Ringen.

Mit der neuen Landestrainerin scheint im Kader nun auch ein anderer Trainingsstil eingezogen zu sein: Jedem Athleten wird ungeteilte Aufmerksamkeit und Respekt zu Teil. Nicole Springer achtet darauf, die einzelnen Teilnehmer mental in die Trainingssituation einzubeziehen und das individuelle Leistungspotential auch durch die Verstärkung der Motivation des Athleten zu steigern. Damit trägt sie dem Rechnung, was offenkundig ist: Technik allein ist eben nicht ausreichend.

Auf diese differenzierte Art des Umgangs miteinander reagiert das Kader prompt: Allen Athleten ist die damit entstandene gute Stimmung anzumerken. Und alle sind motiviert und arbeiten hart, um die Trainings-anforderungen zu erfüllen. Das gemeinsame Eingangsgespräch vor dem warm up dient der Reflexion der eigenen Situation. Dabei gelingt es Nicole Springer, den mentalen Fokus der einzelnen Athleten auf die bevorstehende Trainingseinheit auszurichten und die Wahrnehmung eines jeden zu schärfen, um die eigenen Schwachpunkte bei den Übungen besser zu erfassen. Das Kader soll konditioniert werden, die Schwachstellen ins Auge zu fassen und in Stärken zu verwandeln.

Der Kommentar von Kadermitgliedern: „Ich fand das anfängliche Gespräch als sehr angenehm und halte es für eine sehr gute Möglichkeit, auch die Schüler in die Gestaltung ihres Trainings einzubeziehen.“

Wir wissen heute, dass so genannte Negativforderungen in der Praxis oft den gegenteiligen Effekt bewirken, weil sie den unbewussten Apparat auf Unterlassung, Verhinderung ausrichten: „Tu das nicht! Unterlasse jenes!“ Die Absicht, Fehler zu vermeiden, verwandelt sich in einen Boomerang: Das Kind, ängstlich bemüht die Tasse nicht fallen zu lassen, lässt die Tasse fallen.

Statt dessen setzt die Kadertrainerin auf zielgerichtete Handlungsanweisungen und Erläuterungen, die das Verständnis der geforderten Techniken ermöglichen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entstehen lassen, die geforderte Leistung mit der Mobilisierung des eigenen Kraftreservoirs zu erbringen.

Kommentar von Kadermitgliedern: „Diese Art von Kritik habe ich sehr positiv empfunden.“

Ein wesentlicher Aspekt jeden Kadertrainings ist für die Kadertrainer, die Athleten zu motivieren, an allen Tagen der Woche zu Hause und im Verein hart zu trainieren und dieses Heimtraining im Kadertraining zu überprüfen und zu korrigieren und auf auftretende Schwierigkeiten einzugehen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist der Kadertrainer auf die Unterstützung der Vereinstrainer angewiesen, die sich um die Trainingsinhalte zwischen zwei Kadertrainingsterminen bemühen müssen.

Um den Athleten kompetent zur Seite stehen zu können, ist die Abstimmung der Arbeit der Vereinstrainer mit der Kadertrainerin unerlässlich. Einige Trainer haben inzwischen begonnen, sich diesen Teil ihrer Aufgaben zu eigen zu machen und kooperieren. Manch anderer hat da möglicherweise noch ein Motivations- oder Kognitionsdefizit.

Die Kadermitglieder waren am Ende des zweiten Kadertrainings 2018 nach drei Stunden erschöpft, aber hoch zufrieden. Die Nachfrage ergab, dass „die fröhliche, wenn auch bestimmte Art und Weise“ und „ein sehr persönliches, angenehmes Klima“ für die Ursache der Zufriedenheit gehalten wird.

Das Training wurde als „anstrengend“ eingestuft, die starke Präsenz der Landestrainerin während der Übungen wurde als ursächlich zur Mobilisierung aller Kräfte gesehen.

Nicole Springer ist sich im Klaren darüber, dass sie erst am Anfang des Aufbaus eines gesamtbrandenburgischen Kaders steht. Die Talente sind in den einzelnen Vereinen dieses weitläufigen Landes mit seinen weiten Wegen zu entdecken. Für diese Aufgabe benötigt sie die Unterstützung der einzelnen Vereine.

Dabei ist ihr der günstige Standort des Landesstützpunktes Hoppegarten mit seiner vergleichsweise zentralen Lage schon eine Hilfe. Er liegt an der BAB 10, dem östlichen Berliner Ring, AS 4, und wird sowohl von der B 1 wie der B 5 durchzogen und ist für die meisten Vereine günstig zu erreichen.

Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, dass die Landestrainerin mit dem Kader auf gutem Wege ist, die Talente aus allen Teilen der Region zu sammeln und zum Erfolg zu führen.