Trainingsausfall

Am Mittwoch, dem 26. Oktober 2016, findet kein Training statt. Die Landkostarena bleibt an diesem Tag wegen Fußbodenarbeiten geschlossen. Am darauf folgenden Donnerstag, dem 27. Oktober 2016, findet das Training zwischen 17:30 Uhr und 19:30 wie geplant statt.

Am Montag, dem 31. Oktober 2016, findet kein Training statt. Dieser Montag ist in Brandenburg als „Reformationstag“ allgemeiner Feiertag, an dem die Landkostarena geschlossen bleibt.

Celebrate good times …

In diesem Sommer feiert die Karate-Abteilung der BSG Stahl Eisenhüttenstadt ihr 25jähriges Bestehen. Zum Jubiläums-Lehrgang am 18. Juni kamen auch elf Teilnehmer des SC Karate Bestensee e.V. und vier von unseren Freunden von der Karatevereinigung Makoto aus Dabendorf, die sich den schweißtreibenden Trainingseinheiten aussetzten.

Aus Saarlouis war Volker Schwinn, 7. Dan, der Einladung der BSG gefolgt und führte Gastgeber und Gäste fast spielerisch an ihre Leistungsgrenzen. Nach fünf Stunden Training wurden zum Tagesabschluss Dan-Prüfungen abgenommen. Prüfer waren Volker Schwinn und Ronald Dorau, 5. Dan.

Vom SC Karate Bestensee e.V. bestand Jannes Mechler die Prüfung zum 2. Dan. Das gelang auch Robert Jannig und seinem Bruder Alex von der Karatevereinigung Makoto e.V., Dabendorf, der nunmehr den 3. Dan erhielt.

Wir gratulieren ganz herzlich.

Unsere Glückwünsche zur bestandenen Danprüfung gelten aber auch allen anderen Probanden: Den Fünfen aus der BSG Stahl, allen voran Rolf Fünning, der den 4. Dan erhielt, Frank Isselborg, 3. Dan, vom Karate-Do im Fläming, sowie Claudia Günther vom SC Schöneiche.

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Karatevereinigung Makoto e.V.

 

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Wolf Strauß
SC Karate Bestensee e.V.

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Jannes Mechler
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Sandra und Einar Dankert

Fotos: © 2016 SC Karate Bestensee e.V.

Bestensee in Berlin

Der SC Karate Bestensee war am 16. April in der Hauptstadt. Die Bestenseer besuchten einen Lehrgang mit den beiden langjährigen Bundesjugendtrainern Schahrzad Mansouri und Sigi Hartl. Nach fünf Stunden anspruchsvoller Übungen waren die Teilnehmer erschöpft und zufrieden.

Mit 14 Teilnehmern fuhr der Verein nach Berlin, nicht mitgerecht die Eltern, die ihre Kinder begleiteten. Eingeladen hatten die beiden international bekannten Frankfurter Sigi Hartl und Schahrzad Mansouri. Beide sind vielfache World-Cup-Sieger und deutsche Meister, beide tragen den 5. Dan. Sie arbeiten seit über zwei Jahrzehnten als erfolgreiche Trainer. Vor allem diejenigen, die das erste Mal einen Lehrgang der beiden besuchten, waren besonders gespannt.

Nach der Erwärmung wurden die Karateka unterteilt: Anfänger und Mittelstufe bildeten eine Gruppe, Oberstufe und Danträger die andere. Dann begann die Arbeit: Es wurden einzelne Techniken geübt, in Partnerübungen vertieft und anschließend im Zusammenhang als Kata gelaufen.

Derartige Praxislehrgänge helfen den Athleten bei der Korrektur von Fehlern, die sich im Laufe der Zeit bei allen einschleichen. Sie geben aber dem Einzelnen auch Hinweise zur Verbesserung seines Trainings. Und letztlich ist es erfrischend, gelegentlich von einem anderen als dem vertrauten Trainer des eigenen Vereins sich etwas abgucken zu können. Die Bestenseer Braun- und Blaugurte waren froh, sich für diesen Lehrgang entschieden zu haben.

Kinder sehen die Sache natürlich noch aus einer ganz anderen Perspektive: Macht der Lehrgang Spaß, treffe ich andere Kinder, die ich kenne, kann ich den Anweisungen des Leiters gut folgen, sind vertraute Betreuer in der Nähe?

Die Bestenseer Kinder fühlten sich ganz offensichtlich wohl. Sie schafften es, die Übungseinheiten konzentriert mitzumachen, auch wenn es am Ende anstrengend wurde. Drei Stunden Training kosten Kraft und Konzentration, auch wenn es Pausen zwischendurch gab.

Zum angenehmen Gefühl trug die von den Berliner Architekten Inken und Hinrich Baller errichtete Halle der Schöneberger Spreewald-Grundschule bei. Durch viel Glas und warmes Holz im Interieur entsteht ein wohliger, von Licht durchfluteter Raum, in dem man sich gern bewegt.

Gegen Mittag sorgten auch die Nachrichten vom Arawaza Cup aus Halle an der Saale für steigende Stimmung. Auf dem mit über 800 Startern stark besuchten Champions League Turnier holten die Kata-Kader der Wettkampfgruppe des SC Karate Bestensee zwei 3. Plätze. (Siehe auch: Bestensee in Halle/S.)

Den Bestenseern war die Laune nicht mehr zu verderben.

W.S.

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Bestensee in Halle/S.

Die Wettkampfgruppe des SC Karate Bestensee kämpfte am 16. April in Halle an der Saale um den Arawaza Cup. Mit mehr als 800 Startern gehört dieses Champions League Turnier zu den schweren in Deutschland ausgetragenen Wettbewerben. Die Bestenseer Athleten errangen zwei 3. Plätze.

Eine Auswahl von vier Athleten des SC Karate Bestensee e.V. fuhr am 16. April nach Halle an der Saale, um beim Arawaza Cup 2016 anzutreten. Drei von ihnen sind Mitglieder des Kata-Kaders des Karate Dachverbandes des Landes Brandenburg. Damit stellte der SC Karate Bestensee vier von insgesamt neun Brandenburger Athleten, die für ihre Vereine in Halle antraten.

Insgesamt traten 845 Athleten aus zehn Nationen an. 108 Vereine hatten Starter in den unterschiedlichen Kategorien gemeldet. Die Konkurrenz war also gewaltig. Es gehören ein gutes Selbstvertrauen und starke Nerven dazu, sich von den Gegnern und dem Trubel, den ein so großes Ereignis in einer Sporthalle hervorruft, nicht irritieren zu lassen.

Es geht auch darum, sich vor dem Start, während des Erwärmens, durch Reflexionen über die eigene Tagesform nicht nervös machen zu lassen. Nicht selten kennen die Wettkämpfer sich aus früheren Begegnungen, manch einer kämpft mit seinen Nerven, weil er gegen seinen Gegner auf früheren Wettbewerben schon mehrfach in Folge verloren hat und möchte diesen Bann nun brechen. Manche Konkurrenten sind privat befreundet.

Der Moment der Wahrheit ist der Start. Hier zeigen sich die körperliche und die mentale Verfassung. Das Adrenalin katapultiert den Athleten auf Hochtouren. Jetzt muss das Training und die Kondition den Starter zum Sieg verhelfen.

David Strauß, der Trainer der Bestenseer Wettkampfgruppe, konnte in der Altersklasse U +18 nach einem fulminanten Start mit 3 : 0 gegen einen Vertreter aus Sachsen-Anhalt sich nicht gegen den Leipziger Phan Tu durchsetzen, dem er mit 1 : 2 unterlag. Im Repechage Match siegte David dann mit einer perfekt gelaufenen Gankaku mit 2 : 1 gegen den Armenier Chandrasiri Hewa, der für den bayerischen Landesverband antrat. Das war der 3. Platz.

Ähnlich erging es Davids Team-Kollegin Tran Tu in der U 16. Die amtierende Brandenburger Landesmeisterin aus Bestensee hatte gleich in der ersten Runde Pech und verlor. Ebenfalls im Repechage Match konnte sie sich gegen Jessie Naujoks aus dem Landeskader Bremen mit 2 : 1 und einer außerordentlich gut gelaufenen Gankaku auf dem 3. Platz behaupten.

Anne Elias in der U 14 und Benni Zenz in der U 16 hatten sehr starke Gegner und schafften es nicht auf die vorderen Ränge. Beide starteten mit ihrer besten Kata, beide mit Empi, die sie mit viel Bravour vortrugen. Die Gegner waren aber die Besseren in dieser Ausscheidung.

Auch wenn beide nicht so weit vordrangen wie David Strauß und Tran Tu, war es insgesamt eine gute Leistung, über die sich die vier Athleten aus Bestensee freuen können.

W.S.

Bestensee best ever!

Bestenseer Karate-Kids beim 1. Ranglisten-Turnier 2016

Das hatte es in der 25-jährigen Geschichte des SC Karate Bestensee noch nicht gegeben: Auf die jungen Athleten regnete es förmlich Medaillen, einige errangen in mehreren Disziplinen Platzierungen auf den vorderen Plätzen. Insgesamt war der Bestenseer Verein der erfolgreichste auf diesem dreimal jährlich im Land Brandenburg stattfindenden Nachwuchsturnier.

Mit insgesamt sechzehn Athleten im Alter von fünf (!) bis dreizehn Jahren gehörte der SC Karate Bestensee e.V. zu den mit einem großem Aufgebot antretenden Vereinen. Das 1. Ranglisten-Turnier 2016 im Land Brandenburg fand in der Niederlausitz, in Spremberg, statt. Der Ausrichter vor Ort war die Karate-Abteilung des KSC Asahi.

Die Bestenseer Kinder erkämpften sich fünfzehn Medaillen: Vier 1. Plätze, drei 2. Plätze und acht 3. Plätze.

In der Altersklasse U 9 Kata fegte die achtjährige Nele Losch ihre Gegnerinnen in allen Runden „zu Null“ von der Wettkampfmatte und stand am Ende strahlend vor Freude auf der höchsten Stufe des Siegerpodestes.

Eine ebenso glanzvolle Performance zeigte Kim Herbst aus Mittenwalde. Es war der erste Wettkampf der Zwölfjährigen überhaupt. Sie konnte kaum glauben, dass sie sich tatsächlich über alle Runden hinweg den 1. Platz in der Altersklasse U 14 Kata erkämpfte. Erst vor einem knappen Jahr begann sie mit dem Karate-Training in Bestensee und musste zur Teilnahme am Turnier überredet werden.

Bei den Jungen war es für Len Streichan aus Heidesee/Bindow ebenfalls das erste Turnier. Und auch ihm gelang es auf Anhieb, den 1. Platz in der Altersklasse U 11 Kata zu erreichen. Auch Len trainiert seit etwa einem Jahr im Verein in Bestensee und konnte sich mit seinem Vater und allen anderen Kindern freuen.

Simon Böger ist, gemessen an den anderen, ein kampferfahrener Athlet. Der Neunjährige aus Zernsdorf/KW hat schon eine lange Reihe von Wettkämpfen hinter sich gebracht und dabei viele Siege eingefahren. In Spremberg holte er sehr routiniert den 1. Platz in der Altersklasse U 11 Kata. Simon gehörte zu den vier Startern, die nicht nur in der Disziplin Kata antraten, sondern auch im Kumite. Dort schaffte er es auf den 3. Platz seiner Altersklasse.

Über einen 2. Platz in der Disziplin Kata konnten sich auch Moritz Steinmetz (Krummensee) und Maurice Zimmermann (Töpchin) freuen. Moritz musste sich im Finale gegen seinen Vereinskameraden Simon Böger geschlagen geben, Maurice konnte Len Streichan nicht überwinden.

Im Kumite erreichte Moritz Steinmetz in einem wirklich überragenden Match einen Punktestand von 6 : 0! In einer solchen Situation vergessen junge Athleten schon einmal alle taktischen Ratschläge der Trainer und geben sich dem Übermut hin. Moritz, den Sieg vor Augen, griff seinen Gegner an als gelte es Troia einzunehmen. Wenige Sekunden vor dem Ende aber verlor er den Kampf wegen zu harter Techmiken. Was Moritz noch nicht wusste: Die Griechen brauchten 10 Jahre für Troia!

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Anne Elias während ihres Katalaufs (Foto:Maria Schalla)

Weiter als Moritz kam beim Kumite Adrian Schlitzkus, der sich zäh und angriffslustig bis auf den 2. Platz vorkämpfte. In seiner Altersklasse der unter 14jährigen ist der Zehnjährige der mit Abstand jüngste Athlet. Angesichts dessen kann er sich über seinen 2. Platz besonders freuen.

Einar Dankert aus Pätz, der in der Gesamtwertung des Jahres 2015 die Spitzenposition erreichte, schaffte es diesmal in beiden Disziplinen, Kata und Kumite, auf den 3. Platz. Er komplettierte damit in der Altersklasse U 11 Kata die Besetzung des gesamten Siegerpodests durch den SC Karate Bestensee, gemeinsam mit Moritz Steinmetz und Simon Böger. Ein bisher noch nicht erreichter Höhepunkt.

Weitere 3. Plätze erzielten Jakob Elias, Altersklasse U 7 Kata, der im letzten Jahr mit dem Wettkampf bei den Ranglistenturnieren begann und Joceline Bauer und Leonie Schmidt. Die beiden Mädchen erreichten in der Altersklasse U 11 Kata einen 3. Platz, ebenso wie Anne Elias, die in der Altersklasse U 14 (Schüler) Kata startete und sich in mehreren Runden „zu Null“ durchsetzte, bis sie sich einer starken Gegnerin knapp geschlagen geben musste.

Einen besonderen Erfolg erreichte Felixm Gudlat aus Mittenwalde, auch er ein Anne Elias während ihres Katalaufs (Foto:Maria Schalla) Debütant im Turnierbetrieb. Felix ist erst seit gut einem halben Jahr beim Training in Bestensee. Aber er trainiert diszipliniert und ausdauernd. Der Erfolg: Ein 3. Platz in der Altersklasse U 9 Kata.

Dieses – bisher einmalige – Gesamtergebnis unserer jüngsten Athleten ist der Begeisterung zu verdanken, mit der sie in unserem Verein so beharrlich trainieren. Es ist aber in gleichem Maße der sehr guten Arbeit aller Trainer unseres Vereins geschuldet. Sie haben mit Beginn des Jahres 2016 begonnen, das Training neu zu organisieren und stärker an den Bedürfnissen der Sportler auszurichten. Die Athleten sind neu gruppiert worden, das Training wurde in neu aufgestellten und pädagogisch überarbeiteten Trainingsplänen strukturiert. Breitensport und Wettkampfbetrieb wurden neu geordnet.

Das zahlt sich im Erfolg der Athleten aus. Die Trainingsgruppen sind stärker besucht, die Sportler zufriedener.

In der Anfängergruppe führt Tina Reimann die Kleinen sanft und spielerisch an das Karate heran. Ron Wolf, unterstützt von Axel Böger, Jannes Mechler und Mandy Napierai, leitet in verschiedenen Gruppen, gemeinsam mit Stanley Schulze und Denny Jeschke von der BSG Eisenhüttenstadt, das Breitensporttraining in Kata und Kumite an und bereitet die Sportler auf die Prüfungen vor. David Strauß leitet die Wettkampfgruppe und betreut im Haustraining die Bestenseer Mitglieder des Landeskaders Brandenburg.

Vor allem Stanley Schulze und Denny Jeschke ist besonders für ihre außerordentliche und, freundschaftliche Unterstützung zu danken.

Alle Erfolge im Breitensport und auf Turnieren haben jedoch eines zur Voraussetzung: Die Unterstützung des Trainings und der Wettkämpfe durch die Eltern der Kinder und Jugendlichen, denen an dieser Stelle zu danken ist. Ohne sie ginge gar nichts.

So aber sehen wir optimistisch in die Zukunft und sind sicher, dass wir die Entwicklung unseres Vereins, die durch das diesjährige 1. Ranglistenturnier bestätigt wurde, weiterführen werden.

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Warten auf die Siegerehrung (Foto: Maria Schalla)

Neujahrstraining mit dem Bundestrainer

Der Bundestrainer lädt zum traditionellen Neujahrstraining/Kata am ersten Wochenende im neuen Jahr einige Landeskader hinzu, gemeinsam mit dem Bundeskader in die Saison zu starten. Wie auch in den Jahren zuvor waren aus Brandenburg Sarah Kruber vom HSV- Cottbus und David Strauß aus Bestensee am 09. und 10. Januar geladen.

Das workout findet in der Landessportschule Hessen am Flughafen Frankfurt a.M. statt und geht über eineinhalb Tage. Laut Bundestrainer Efthimios Karamitsos (7. Dan) dient es dazu, den Teilnehmern die neuesten Entwicklungen und Trends im Wettkampftraining nahe zu bringen und eine Orientierungshilfe bei der Überprüfung des eigenen individuellen Trainingsniveaus zu ermöglichen.

Für David Strauß geht die Bedeutung solcher Veranstaltungen weit über den Leistungssport hinaus. Die dabei erhaltenen Hinweise und Anregungen helfen ihm auch in der eigenen Trainingsarbeit im Breitensport. Wettkampf- und Leistungssport erwächst ausschließlich aus dem Breitensport: Es gibt im Karate keine Quereinsteiger! Nur aus dem Breitensportler entwickelt sich der Wettkampfathlet, betont auch Sarah Kruber: “Deshalb ist der Breitensport so ungemein wichtig für den Wettkampf.“

Das jährliche Neujahrstraining gibt aber auch immer die Gelegenheit, mit Athleten aus anderen Landesverbänden zu sprechen, was auf Turnieren aus Zeitgründen viel zu kurz kommt. Insofern ist das Neujahrstraining nicht einfach eine sportliche Veranstaltung, sondern ebenso ein kultureller und sozialer Event, der Haltung hervorbringt. Körperlich und mental.

Wolf Strauß

(Fotos: SC Karate Bestensee e.V.)

Der SC Karate Bestensee auf dem Sakura Cup 2016

桜 – Kirschblüte in Schwarzheide

Über 450 Wettkämpfer aus mehr als 35 Vereinen traten am 16. Januar in Schwarzheide zum Sakura Cup 2016 an. Es gilt als eines der anspruchvollsten Turniere in Brandenburg, auf dem bundesweit und international erfahrene Athleten aufeinander treffen. Bestensee war in diesem Jahr mit neun Karateka vertreten. Es ist für Brandenburger der Auftakt zur jährlichen Pokal- und Medaillenjagd.

Die Kirschblüte, 桜, jap. sakura, ist eines der zentralen Kultursymbole Japans. Sie repräsentiert den Frühlingsanfang und steht für Aufbruch und Vergänglichkeit wie für Schönheit. Wie eng dies miteinander verwoben erscheint, lässt sich auf dem jährlichen Sakura Cup Turnier zum Beginn eines jeden Jahres ablesen.

Die Vorbereitung war hart und fast alle hatten es im letzten Jahr geschafft, eine Prüfung zur nächst höheren Gürtelstufe zu bestehen. Alle aber waren auch ein Jahr älter geworden und das bedeutete für die Schüler diesmal, dass sie auch in einer höheren Altersklasse starten. Und in der waren sie nun die Jüngsten der Gruppe, was das Niederringen eines etwa zwei Jahre älteren Gegners schon schwer machen kann.

Hatten die Bestenseer im letzten Jahr noch zwei Zweite und einen Dritten Platz errungen, gelang es diesmal nur Mandy Napierai (1. Kyu) sich in der Altersklasse U 18/Kata die Medaille für einen Dritten Platz zu sichern. Sie ist Mitglied im Landeskader und wird in Bestensee von David Strauß (2. Dan) und in Cottbus von Landestrainer Thomas Holm (5. Dan) trainiert. Teamkollegin und Landesmeisterin Tu Tran verpasste diesmal knapp einen Dritten Platz.

Ähnlich erging es Simon Böger (7. Kyu), der im letzten Jahr in Schwarzheide in der Disziplin Kata den Zweiten Platz holte. Er startete in der U 11 und kämpfte sich bis ins Viertelfinale vor. Den Dritten Platz aber musste er seinem Gegner überlassen.

In der Disziplin Kumite traf er ebenfalls auf sehr kampfstarke, erfahrene Gegner. Konnte er den ersten Kampf mit einem sehr deutlichen 5:1-Ergebnis für sich entscheiden, musste er im zweiten Fight sich mit 1:4 Punkten geschlagen geben. Er verfehlte den Aufstieg zum Siegerpodest und kam auf den Fünften Rang. So wie ihm erging es auch den beiden anderen Bestenseer Kumite- Athleten, Einar Dankert und Adrian Schlitzkus. Beide kämpften mit großem Einsatz, schafften es aber nicht, die ebenfalls sehr guten Gegner zu überwinden.

Trainer David Strauß und Assistent Axel Böger waren sich einig: Bestensee hat ein sehr gutes Talente-Potential. Dazu David Strauß: „Am Anfang steht die Motivationsentwicklung! Sie ermöglicht erfolgreiches Leistungstraining!“. Das gelte es mit noch besser auf die Karateka zugeschnittenen Einheiten zu entwickeln. „Wir sind dabei, das Training und die Trainerarbeit auf den allerneuesten Stand zu bringen und neu zu organisieren.“ ergänzte Axel Böger.

Wolf Strauß (Fotos: SC Karate Bestensee e.V.)

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Mandy Napierai, 1. Kyu, (rechts) bei der Preisverleihung mit Kaderkollegin Lena Holm aus Cottbus.
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Landesmeisterin Tu Tran, 3. Kyu, während der Vorbereitung in Schwarzheide.

Bilder und Video Galerie

Die Gewinner – SC Karate Bestensee auf dem 3. Ranglistenturnier 2015

Drei Erste Plätze, drei Zweite Plätze und vier Dritte Plätze haben die Karateka des SC Karate Bestensee aus Brandenburg an der Havel mit nach Hause gebracht. Das ist die bislang beste Ernte, die der Verein von einem Turnier im nun auslaufenden Jahr 2015 einfahren konnte. Der SC Karate Bestensee e.V. war mit dreizehn Athleten am 14. November nach Brandenburg gefahren und holte insgesamt zehn Preise.

Benni Zenz, 5. Kyu, holte in der Altersklasse U 16 nicht nur den 1. Platz in der Disziplin Kata, sondern errang in der Gesamtwertung aller drei Ranglistenturniere des Jahres 2015 in dieser Altersgruppe ebenfalls den 1. Platz. Ebenso Einar Dankert: Der Achtjährige gewann in seiner Altersklasse jetzt den zweiten Platz in der Disziplin Kata. In den beiden anderen diesjährigen Turnieren errang er einen Ersten und einen Zweiten Platz und kam so in der Gesamtwertung auch auf den Ersten Platz in der Gruppe U 9.

Einar war vor der Bekanntgabe der Ergebnisse in der Gesamtwertung sehr aufgeregt. Er war voller Hoffnung auf einen der vorderen Plätze. Sein größter Traum war es, einen der großen Pokale zu bekommen, die stets an den Gewinner des Ersten Platzes vergeben werden. Als es dann soweitwar und er den goldfarbenen großen Becher mit dem erläuternden kleinen Messingschild am Sockel in den Händen hielt, konnte er vor Freude kaum sprechen.

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Benito Zenz (Foto: SC Karate Bestensee e.V.)

Der Veranstalter bat die Bestenseer, mit einem Kata-Team zu starten. Das bedeutet, dass drei Athleten eine Kata synchron laufen. Ästhetisch ein besonderer Reiz, der an Ballet denken lässt, sportlich allerdings eine hohe Herausforderung. Bestensee hat derzeit kein trainiertes Team. Die beiden Kader-Athletinnen, die selbst aus Gründen der Fairness nicht auf einem Ranglistenturnier starten dürfen, weil sie als Kader ein zu hohes Leistungsniveau für die anderen Wettkämpfer haben, versuchten nun mit Benni Zenz, Anne Elias und Leonie Schmidt einen Katalauf zu synchronisieren. Dafür hatten sie etwa eine Viertelstunde Zeit.

Die Überraschung des Tages war, dass das improvisierte Bestenseer Team den Dritten Platz errang. – Unglaublich, aber wahr!

Bei den Kata-Athleten gelang Leonie Schmidt, Jahrgang 2005, der Sprung auf den Zweiten Platz. Kata, geschrieben als 形 oder 型, ist das japanische Wort für Form und bezeichnet in den Kampfsportarten eine Übungsfolge verschiedener T echniken gegen einen vorgestellten Gegner. Es entspringt der Art, in der in früheren Jahrhunderten auf Okinawa die Kampftechniken im Geheimen weitergegeben wurden.

Bei den Startern in der Disziplin Kata gelang es Sophie-Danielle Schulz und Rafael Langhammer, beide Jahrgang 2006, die Dritten Plätze ihrer Gruppen zu erkämpfen.

Unterstützung bekamen die Betreuer Uwe Jaensch und Axel Böger in Brandenburg von den beiden Bestenseer Kata-Landeskader-Mitgliedern Mandy Napierai und Tu Tran. Tu, derzeit amtierende brandenburgische Landesmeisterin Kata der Altersklasse U 16, und ihre Kader-Kollegin kümmerten sich um die jüngeren Athleten, hatten aber unerwartet eine besondere Herausforderung zu meistern:

Besonders groß war die Konkurrenz bei den Kumite-Athleten. Nicht nur die große Zahl der gemeldeten Athleten machte für die Bestenseer die Sache anstrengend, es war mit dem 1. BKSV aus Brandenburg ein traditionell besonders starker Gegner auf dem Turnier anwesend: Dieser 1. Brandenburger Kampfsport-Verein zählt aktuell zu den erfolgreichsten Vereinen Deutschlands in der Disziplin Kumite und stellt mehrere Deutsche Meister.

Kumite, japanische Schreibweise: 組手, ist eine Art des reglementierten Freikampfes, bei dem sich zwei

Gegner gegenüberstehen. T echniken dürfen nur kontrolliert ausgeführt werden, um eine ernsthafte Verletzung des Gegners zu vermeiden.

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Einar Dankert (Foto: SC Karate Bestensee e.V.)

Wie Coach Uwe Jaensch erläuterte, hat der SC Karate Bestensee in diesem Jahr wieder begonnen, eine Kumite-Gruppe aufzubauen. Der Verein erhält dabei starke Unterstützung von Stanley Schulze, Träger des 4. Dan, dem Cheftrainer des befreundeten BSG Eisenhüttenstadt, der sich insbesondere um die unteren Jahrgänge in Bestensee kümmert.

Insofern war es für die Bestenseer „Anfänger“ eine ganz besondere Leistung, dass sie im Kumite mit den erfahrenen Kämpfern aus Brandenburg mithalten konnten. Simon Böger, 7. Kyu, konnte sich in vier wirklich schweren, ernergieverzehrenden Kämpfen in der Altersklasse U 11 den Zweiten Platz sichern.

Gegen noch stärkere Gegner mit einem größeren Erfahrungsschatz musste sich Adrian Schlitzkus, 8. Kyu, durchsetzen. Aber auch er schaffte es mit einem erstaunlichen Maß an Konzentration und Präzision in der Ausführung der einzelnen Techniken auf das Siegerpodest: Er eroberte in der U 11 den Dritten Platz.

Mit sympathischem Understatement kommentierte Stanley Schulze lakonisch: „Ein guter Anfang!“

Uwe Jaensch hatte sichtlich Mühe, seine Freude zu artikulieren: „Ich bin restlos begeistert!“ Und Trainings-Assistent Axel Böger zitierte sogar Winston Churchill: „Das ist nicht das Ende, das ist nicht einmal der Anfang vom Ende! Das ist vielleicht das Ende vom Anfang!“ (Churchill nach El Alamein.)

Mit anderen Worten: Jetzt fangen wir an loszulegen! – Tatsächlich sind die jungen Kämpfer aus Bestensee hoch motiviert und wollen mit verstärktem Training in die Wettkampfsaison 2016 gehen.

W.S.

Weiterführende Links:
Bildergalerie

LM 2015 in Brandenburg

Voller Erfolg      (Hier ist die Presseversion mit Fotos zu lesen: LM 2015 Bericht)
Bestenseer Athleten auf der Landesmeisterschaft 2015

Der SC Karate Bestensee e.V. war mit elf Athleten nach Brandenburg an der Havel gefahren, um nach der Sommerpause einen furiosen Start in die neue Wettkampfsaison 2015/16 hinzulegen. Und es wurde ein voller Erfolg: Ein 1. Platz, zwei 2. Plätze und zwei 3. Plätze. Und dieses Ergebnis bei mehr als 150 Gegnern.

Doch aller Anfang ist schwer: Als am 19. September die jüngsten Starter in der Altersklasse U11 in der Brandenburger Dreifelderhalle die LM eröffneten, mussten sich Simon Böger, Adrian Schlitzkus und Rafael Langhammer gegen 16 weitere Kata-Kämpfer aus acht verschiedenen Vereinen zur Wehr setzen. Das wurde schwer. Simon und Rafael mussten bereits in der ersten Runde ausscheiden. Adrian kam zwar in die Trostrunde, konnte aber seinen starken Gegner nicht bezwingen.

Die drei Jungen waren aus der vorangegangenen Saison 2014/15 ganz andere Ergebnisse gewohnt und bekamen nun die Trainingspause der langen Sommerferien zu spüren. Aber Ergebnisse, die am Selbstbewusstsein kratzen, können auch den Trainingsehrgeiz beflügeln.

Leonie Schmidt und Sophie-Danielle Schulz hatten es bei den Mädchen auch nicht leichter. Beide kamen in die Trostrunde, doch es erging ihnen wie Adrian: Sie konnten ihre starken Gegnerinnen nicht bezwingen. Sie haben etwas weniger Wettkampferfahrung als die schon etwas älteren Teammitspielerinnen, was sich während des Kampfes manchmal in Nervosität und Konzentrationsmangel ausdrückt.

In der U14 der Mädchen traten 16 Karateka aus acht Vereinen gegeneinander an. Anne Elias aus Pätz lief in dieser Altersklasse zu großer Form auf. In vier Kräfte zehrenden Duellen musste sie sich behaupten. Drei Gegnerinnen überwand sie mit energisch vorgetragenen Empi und Heian Godan. Im vierten Kampf musste sie sich dann geschlagen geben, sicherte sich damit aber Bronze auf dem dritten Platz. Wie ihre Performance auf der Tatami zeigt, hat Anne in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorn geschafft. Sie tritt routinierter auf und trägt ihre Techniken deutlich ausdrucksstärker vor. Das weckt Hoffnungen auf die nächsten Turniere in dieser Saison.

In der U16 der Jungen kämpfte sich Benni Zenz bis auf den zweiten Platz vor. Er trat gegen sechs Konkurrenten an, darunter starke Gegner wie Nico Bohnenstengel und Ole Scherer aus Beelitz. Im Finale erst musste er seinem Gegner den Vortritt lassen. Besonders bemerkenswert ist seine Leistung vor dem Hintergrund der langen Sommerpause. Quasi aus dem Stand hat sich Benni in die Spitzengruppe vorgearbeitet.

Die U16 der Mädchen wurde im Grunde von zwei Bestenseerinnen dominiert. Frances Seiler besetzte den dritten Platz und Thanh Tu Tran wurde neue Brandenburgische Landesmeisterin. Die von ihr vorgetragenen Kata, Empi, und vor allem ihre Gankaku, waren so überzeugend, dass alle Kampfrichterfahnen für Tu hochgingen. Tu ist Mitglied im Brandenburger Landeskader und trainiert außer in Bestensee auch im Landesstützpunkt Cottbus bei Landestrainer Thomas Holm. Es wird für Tu in Zukunft jetzt darauf ankommen, ob es ihr gelingt unter Thomas Holms Obhut auch den Sprung in die oberen Ränge der großen überregionalen Turniere zu schaffen und im kommenden Jahr sich wieder für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Die Unterstützung des Bestenseer Vereins und ihrer Teamkameraden ist ihr gewiss.

Mitglied im Landeskader ist auch Mandy Napierai. Auch sie trainiert zusätzlich regelmäßig im Landesstützpunkt Cottbus. Und das war bei dieser Landesmeisterschaft auch wieder deutlich zu sehen. In ihrer Altersklasse U18 kämpfte sie sich souverän bis in das Finale vor und musste sich lediglich ihrer Kaderkollegin Lena Holm vom HSV Cottbus geschlagen geben. Für Lena Holm war die Landesmeisterschaft am 19. September eine von vielen Herausforderungen, denen sie sich gut gewachsen zeigte.

Sie ist in den internationalen Turnieren der Premier League bereits weit vorn etabliert. Und so ist es keine Schande, gegen sie im Finale zu unterliegen. Mandys Leistung ist um so bewundernswerter, als die LM in Brandenburg ihr erster Wettkampf nach einer langen Pause war, in der sie eine komplizierte Knieverletzung auskurieren musste.

Als Ergebnis des harten Trainings eine insgesamt sehr erfreuliche Bilanz: Eine Landesmeisterin, zwei Landesvizemeister und zwei Dritte Plätze. Die nächsten Aufgaben aber stehen schon bald an: Am 10.10.2015 findet in Berlin der Banzai Cup statt. Dieses Turnier ist erfahrungsgemäß schwierig, weil dort die Hochleistungskonkurrenz aus aller Welt antritt. Bestensee und seine Athleten werden dabei sein.

Abschlusstraining mit Grillabend: 13. Juli 2015

Liebe Karateka, liebe Eltern,

das letzte Training vor den großen Sommerferien findet am Montag, dem 13. Juli, in der Landkostarena statt. Bevor wir in die Trainingspause gehen, werden wir zum Saisonabschluss vor der Halle ab 19:00 Uhr grillen und den Tag ausklingen lassen. Essen und Getränke – für Kinder und Erwachsene – werden vorhanden sein. Die Refinanzierung erfolgt unverkrampft und freiwillig durch alle dazu bereiten Teilnehmer mit einer „Kasse des Vertrauens“.

Das Training der Erwachsenen-Gruppe wird am Montag die Einheiten Vorbereitung, Aufbau, Essen, Trinken, Abbau und Reinigung enthalten. Wer helfen möchte, melde sich bitte bei Ron (0160 96680088) oder Axel (0160 7544384).

Viele Grüße

Wolf Strauß
SC Karate Bestensee e.V.